Vergleichen und sparen ist schon beinahe ein Volkssport beim Volk der Schnäppchenjäger, zu welchem die Deutschen geworden sind. Das fängt bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs an und macht natürlich vor Finanzprodukten nicht halt.
Doch während man bei ersteren einfach den Preis derselben Produkte bei verschiedenen Anbietern vergleichen kann, ist ein Vergleich verschiedener Finanzprodukte – auch innerhalb einer Klasse wie etwa Kredite oder Sparformen – weitaus schwieriger durchzuführen, weil einfach mehr Kriterien berücksichtigt werden müssen, um die unterschiedlichen Angebote überhaupt erst einmal vergleichbar zu machen.
Schon bei einem so augenscheinlich einfachen Produkt wie einem Ratenkredit geht das Vergleichen weit über das Gegenüberstellen von Zinssätzen hinaus. So muß zum einen darauf geachtet werden, dass nur effektive Jahreszinsen miteinander verglichen werden, zum anderen müssen die verglichenen Angebote dieselbe Laufzeit und einen über die gesamte Laufzeit garantierten Zinssatz haben.
Der garantierte Zinssatz ist es auch, der Baufinanzierungsangebote oftmals schwer vergleichbar macht, wenn diese zwar einheitliche Laufzeiten aber unterschiedliche lange Zeiträume mit fest gebundenen Zinsen aufweisen.
Beim Tagesgeld sind die Kriterien sogar noch vielfältiger – obwohl das Produkt an sich zu den einfachsten Sparformen gehört. Neben dem meist in der Werbung angegebenen Zinssatz spielt hier noch die Frage nach einer festen Gültigkeitsdauer und maximalen Einlage die Rolle, bis zu welcher dieser Zinssatz gilt. Die Zinssätze nach diesem Zeitraum bzw. oberhalb dieser maximalen Einlage müssen dann ggf. ebenfalls berücksichtigt werden.
Hinzu kommen Kriterien wie das Intervall der Zinsausschüttung, die Frage, ob die beworbenen Zinsen nur für Neu- oder auch für Bestandskunden gelten, sowie die ungemein wichtige Frage nach der Einlagensicherung – welche zwar bei fast allen deutschen Kreditinstituten ausreichend hoch bzw. in mehrstufiger Form vorhanden ist, nicht aber immer auch bei ausländischen Banken genügend hoch ist. Bonusangebote sowie etwaige Gutschriften für Neukunden sind ebenfalls zu berücksichtigen, können sie doch besonders bei nicht allzu hohen Anlagesummen ein nicht zu verachtendes Renditeplus bewirken.
Festgelder sind da noch einfacher zu vergleichen, da man hier einen festen Zinssatz über die gesamte Anlagedauer hat. Hier reicht es also, die Einlagensicherung und die Höhe des Zinssatzes sowie den Intervall der Zinsausschüttung zu berücksichtigen.
Diese Versicherungspakete können natürlich bei Bedarf des Versicherungsnehmers auch auf andere Versicherungen ausgeweitet werden.